Schädlinge effektiv bekämpfen – schnelle Abhilfe und Tipps

Trotz bester Pflege kann es passieren, dass sich unerwünschte Besucher in Deinem Beet breit machen. Hier erhältst du einen Überblick über die häufigsten Schädlinge und wie du sie wieder loswirst.

Sobald Du Schädlinge in Deinem Beet bemerkst, solltest Du schnell handeln. Denn wenn sich Pilze und Insekten erstmal so richtig breit gemacht haben, ist es schwer, diese wiede loszuwerden. Es wäre dann schade um die ganze Mühe, die man sich gemacht hat. Im Nachfolgenden erhältst du einige Tipps und Informationen zu den am häufigsten vorkommenden Schädlingen und wie man sie mit biologischen Mitteln wieder wegbekommt. Natürlich kann man auch hier mit der Chemiekeule ansetzen – aber dann sind die angebauten Pflanzen nicht zum Verzehr geeignet und daneben schadet es auch der Umwelt. Ich greife daher lieber auf natürliche Methoden zurück.

Schnecken

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Schnecken können ein Hochbeet mit Erdkontakt befallen. Ein Tischhochbeet ist davon in der Regel nicht betroffen. Schnecken lieben jegliches Grünzeug und knabbern bevorzugt junge Sprösslinge an. Hast Du Schnecken in Deinem Hochbeet solltest Du diese zunächst mit der Hand absammeln und entsorgen.

TIPP: Legt man Bretter im Hochbeet aus, kann man die Schnecken einfacher einsammeln, da diese die kühlere und dunklere Seite als Versteck nutzen.

Da Schnecken ihre Eier in die Erde legen, sollte man die Erde mit einer Schaufel oder Harke auflockern, um die Eigelege zu vernichten.

Ist der Schneckenbefall akut oder möchte man Schnecken vorbeugen, so hilft Schneckenkorn.

 

Mehltau

Mehltau Erdbeerpflanze

Mehltau auf einer Erdbeerpflanze

Bei Mehltau handelt es sich um einen Pilzbefall. Äußerlich ist er daran erkennbar, dass die Blätter der betroffenen Pflanzen mehlig-weißliche Flecken aufzeigen. Hier muss man schnell handeln, denn wenn sich der Pilz ausbreitet, kann die gesamte Pflanze absterben. Ausgehend von den Blättern kann sich der Pilz auf Triebe und die Früchte ausweiten. Der Pilz liebt trockenes, warmes Wetter mit nächtlicher Taubildung.

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Tritt der Mehltau auf den Blättern einer Pflanze auf, so hilft es, diese mit Wasser einzusprühen. Ggf. hilft es, beim Kauf der Pflanzen bereits auf mehltauresistente Sorten zurückzugreifen.

 

 

Blattläuse

Die wohl unbeliebtesten und hartnäckigsten Schädlinge sind die Blattläuse. Auch ich kämpfe jedes Jahr mal mehr mal weniger erfolgreich gegen diese lästigen Tierchen. Es gibt zig verschiedene Arten von Blattläusen. Bei mir sind es derzeit – siehe Titelbild – kleine grüne Tiere. Es gibt aber auch dunklere Varianten. Blattläuse vemehren sich rasend schnell. Sie besiedeln Blätter und junge Triebe und saugen den süßen Pflanzensaft heraus. Als Ausscheidungssekret sondern sie eine klebrige Substanz, den sog. Honigtau, ab. Durch dieses Sekret werden Ameisen, die sich vom Sekret der Läuse ernähren, sowie der Rußtaupilz angelockt. Da Blattläuse flugfähige Nachkommen bilden können, ist man vor diesen Tierchen nie sicher und sollte bei einem Befall alle vorhandenen Pflanzen untersuchen.

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Entdeckt man einen ersten Befall, so sollte man die Blattläuse bei robusten Pflanzen mit einem Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch abspülen oder sie mit der Hand absammeln bzw. abschütteln. Natürliche Fressfeinde der Läuse sind im Übrigen Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen, diese also nicht vom Beet verscheuchen. Stickstoffhaltige Düngemittel sollten vermieden werden, da sie einen Lausbefall eher fördern.

Bei akutem Lausbefall hilft ein natürliches Insektizid.

Sind Triebe einer Pflanze zu stark von Blattläusen geschäfigt, sollte man diese abschneiden. Als natürliches Hausmittel kann eine Seifenlauge helfen. Hierzu wird ein Esslöffel Kernseife oder Spülmittel pro 1l Wasser vermischt. Die Mischung in eine Sprühflasche geben und großzügig (tropfnass) auf die betroffenen Pflanzen sprühen. Durch die Lauge werden die Läuse von einer Schicht bedeckt und können darunter nicht mehr atmen. Dieses Hausmittel ist sehr umweltverträglich. Die Lauge gibt es auch als fertiges Gemisch zu kaufen (hier klicken*).

Spinnmilben

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Spinnmilben befallen häufig Zimmerpflanzen, da sie sich in trockener, warmer Umgebung besonders heimisch fühlen. Sie können aber auch in warmen Sommermonaten Pflanzen im Garten schädigen. Die „Gemeine Spinnmilbe“ bildet feine, kaum sichtbare Spinngewebe zwischen Stengel, Blättern und ggf. Blüten der Pflanze und umspinnt diese. Dabei saugen sie den Pflanzen allmählich die Lebenskraft aus. Betroffene Blätter werden gelb, vertrocken und fallen ab. Im schlimmsten Fall kann die gesamte Pflanze absterben. Wie geht man nun gegen diese Biester vor?

Spinnmilben

Eingesponne Zitruspflanze durch Spinnmilben

Spinnmilben lieben ein trockenes Klima, daher sollte man ihnen die Umgebung so unwohl wie möglich machen. D.h., man kann eine befallene Pflanze regelmäßig mit Wasser besprühen oder sie auf einen mit Wasser gefüllten Unterteller stellen, sodass um die Pflanze herum stets eine erhöhte Luftfeuchte gegeben ist.

Bei nicht zum Lebensmittelverzehr angebauten Pflanzen helfen auch Pflanzenschutzstäbchen. Diese bewirken, dass direkt über die Erde ein Wirkstoff an die Pflanze abgegeben wird, den pflanzensaftsaugende Schädlinge nicht vertragen und sterben.

 

Schildläuse

Wenn sich auf der Unterseite von dicklaubigen Pflanzen (in meinem Fall waren es meine Zitronenpflänzchen) wie bspw. Palmen, Orchideen, Kakteen ovale, höckerartige dunkle Höcker bilden, könnte die Pflanze von Schildläusen befallen sein. Diese saugen den Pflanzensaft aus und sondern ein klebriges Sekret ab, den Honigtau. In meinem Fall waren zwei Zitruspflanzen betroffen. Die komplette Pflanze, die obere Erdschicht sowie das Pflanzgefäß waren total klebrig. Den Honigtau sollte man mit einem Lappen bzw. Wasser vorsichtig abwaschen und die Schildläuse entfernen. Auch hier kann ggf. eine Seifenlauge helfen.

Im Zweifel helfen auf Öl basierende Schädlingsbekämfungsmittel, die dazu führen sollen, dass die Tierchen ersticken und absterben.

 

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